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Der gemeinnützige Verein 'Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.' ist Träger von sechs Gärten in den Stadtteilen Sahlkamp, Hainholz und Vahrenheide.

 

Die drei Gärten im Sahlkamp (Spessartweg, Steigerwaldweg und Bienengarten) sind Erntegärten, in denen die beteiligten Familien Gemüse und Blumen anpflanzen und sich austauschen können.

Im Bienengarten haben wir 8 Bienenvölker, die von einer bunt gemischten Imkergruppe versorgt werden.

Der Teegarten Hainholz ist hauptsächlich ein Veranstaltungsort, der den Bewohner des Stadtteiles und anderen interessierten Bürgern für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird. Es gibt auch kleine verschiedene Obstanpflanzungen, die als Naschgarten den Aufenthalt im Garten versüßen.

 

Die Internationalen StadtteilGärten Hannover e.V. wollen ein Stück Heimat für MigrantInnen und Deutsche sein, wo sie sich geborgen fühlen, gemeinsam etwas ansäen, pflegen und ernten. Geplant ist die Anlage von mehreren Gemeinschaftsgärten in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil in Hannover.

   Der erste Garten wurde im Stadtteil Sahlkamp eingerichtet. Im Sahlkamp leben mehrere hundert Familien aus 60 unterschiedlichen Nationen. Neben Arbeitslosigkeit sind Jugendgewalt und Drogenmissbrauch die großen Probleme in dem von Hochhausbebauung geprägten Quartier. Die Erwachsenen ziehen sich ohne berufliche Perspektive, ohne gesicherte Aufenthaltssituation, am Rande des Existenzminimums oftmals immer weiter zurück. Sie nehmen kaum am gesellschaftlichen Leben teil und beziehen sich nur noch auf ihre eigenen ethnischen Netzwerke. Ein Austausch mit Deutschen unterbleibt, so dass bereits erworbene Sprachkenntnisse nicht angewendet werden.

   Mittendrin, auf dem Dach einer Tiefgarage ist inzwischen ein blühender Garten entstanden. 60m³ Mutterboden wurden von einem Radlader auf die Tiefgarage geschüttet und anschließend mit Schubkarren und Schaufeln verteilt. Eine Woche später, am 28. April 07 wurde mit dem Pflanzfest der Garten offiziell eröffnet. Jetzt bauen dort 12 Familien aus dem Irak, Türkei, Afghanistan, Deutschland, Tunesien und Weißrussland Gemüse, Kräuter und Blumen an. Ein Teil des Bedarfs an frischen Lebensmitteln kann so gedeckt werden. Über die Gartenarbeit sind aber auch Kontakte gewachsen. Abends sitzen die Gärtner oft am großen Tisch zusammen und sprechen über die Dinge des Tages. Inzwischen ist eine große Offenheit untereinander entstanden. Köstlichkeiten aus den Küchen werden ausgetauscht und probiert.

   Eine Gärtnerin schreibt: „Wir möchten hier auch auf die sehr seltenen und schönen Pflanzen aufmerksam machen, die noch nicht entdeckt worden sind. In unseren Gärten wachsen die seltenen Pflanzen der Menschlichkeit, Vertrauen und Verständnis. Es ist schön, jeden Tag aufs neue zu sehen, wie hier die Menschen aufblühen, weil sie eine kleine Oase gefunden haben, in der sie wieder Mensch sein dürfen, geachtet und beachtet werden, wie sie immer auf interessierte Zuhörer stoßen und auch Hilfe bekommen in welcher Art auch immer.“

   Neben der gärtnerischen Arbeit sollen Bildungsangebote in den Bereichen Sprache, Ernährung und Kochen, sowie Musik entwickelt werden. Perspektivisch soll die Möglichkeit bestehen, Gemüse und Obst über den Eigenbedarf hinaus zu produzieren, um diese im Stadtteil und auf hannoverschen Wochenmärkten zu verkaufen. Die Früchte könnten auch zu Säften und Marmeladen weiterverarbeitet werden. Für Menschen ohne Arbeit wäre das eine neue Aufgabe und ein Zusatzverdienst.

   Kooperationspartner:
Stadtteiltreff Sahlkamp,
Agenda21-Büro der Stadt Hannover.
Selbsthilfe Sahlkamp e.V. / SPATS e.V., NaDu-Kinderhaus,
BauBeCon GmbH,
Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide,
Stiftung Interkultur.


   Kontakt:
Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.
Ansprechpartner: Eberhard Irion

Schwarzwaldstraße 33b
30657 Hannover

0511 - 260 4110
info@isghannover.de

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